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Acht Tage Internet-Ausfall in Ludorf

Die Kunden des Breitband-Anbieters schnell-im-netz.de GmbH & Co. KG (kurz: SIN) erfreuten sich vom ersten Tag der Versorgung an einer wirklich schnellen Anbindung an das Internet. Wenn mal etwas geklemmt hat, ging  binnen Sekunden jemand ans Telefon und konnte meistens sofort helfen. So soll Service sein!

Diesmal begann es wieder so. Das Internet fiel für die SIN-Kunden am Nachmittag des 24.8.15 plötzlich aus. Antwort von SIN: “Unsere Technik funktioniert. Es liegt am Kabelnetz der Telekom. Wir haben die Störung gemeldet und warten, dass ein Telekom-Techniker den Schaden in Ludorf behebt.” Die Telekom also …

SIN führt das Internet-Signal per Richtfunk nach Ludorf. Dort wird es in das bestehende Kabelnetz der Telekom eingespeist, so dass man den Router zu Hause ganz normal an der Telefonsteckdose anschließen kann. Das funktioniert so gut, dass viele auch per Internet telefonieren (Voice over IP). Jedenfalls, wenn das Internet geht.

Man ahnt, dass die SIN-Kunden nicht nur vom Internet abgeschnitten waren, sondern auch nur noch per Mobiltelefon erreichbar. Was für Privatpersonen nur mit geringen Einschränkungen verbunden ist, kann für Gewerbetreibende existentielle Ausmaße annehmen. Wir sind in der touristischen Hauptsaison, Übernachtungen werden zu 90 % online gebucht und Handwerker müssen Material bestellen, recherchieren und natürlich uneingeschränkt erreichbar sein.

Der Unmut schlug Wellen und je länger der Ausfall dauerte, je mehr Gerüchte machten die Runde: wo angeblich ein Techniker gesehen wurde, an welchem Haus er zuletzt gearbeitet hat, usw.

Glücklich konnte sich schätzen, wer seine Daten nicht in der Cloud gespeichert und Nachbarn hat, die nicht bei SIN Kunde sind. Manch einer nutzte sein Smartphone als teuren mobilen Hotspot, aber das ist auf dem Dorf auch keine Lösung, denn alle teilen sich die Bandbreite einer einzigen Funkzelle und nur eine einzige moderne Webseite zu laden, kann quälend lange Minuten dauern. (Einer der Gründe, warum diese Ludorfer Internetseite hier immer noch einen Old-School Ansatz verfolgt)

Am 31.8. erschien auf dem Titelblatt des Lokalteils des Nordkurier ein langer Artikel zum Blackout in Ludorf. Am selben Tag gab es einen Lokaltermin mit Technikern beider Parteien, die den Fehler aber nicht beheben konnten. Für Mittwoch, den 2.9. wurde ein neuer Termin angesetzt. SIN schickte den Kunden dazu per SMS eine Information auf’s Mobiltelefon.

Gestern, am 2.9. nun war es soweit: Der Fehler wurde behoben und das Internet funktionierte wieder. Acht Tage hatte es gedauert und uns schmerzhaft vor Augen geführt, wir sehr wir alle am Draht hängen.

Nun steht noch die Ursachenermittlung aus, damit sich der Fall möglichst nicht wiederholt. Dafür müssen die Techniker die Protokolle auswerten.  Übrigens wird der Fall auch auf der Gemeindevertretersitzung am 3.9. besprochen werden.

Update folgt vom 20.10.15:

In einem Schreiben an die Kunden informierte SIN über die Gründe für den Ausfall. Demnach wurde durch SIN im Sommer ein Update eingespielt, welches leider die Verbindungen einiger Telekom-Kunden störte. Die Telekom nahm daraufhin Messungen vor, informierte SIN aber nicht über das Problem. Nach mehreren Wochen schaltete die Telekom die Verbindungen der SIN-Kunden kurzerhand ab – immer noch, ohne SIN zu informieren. Danach begann die Störungssuche. Wie’s weiterging, s.o.

Mein persönliches Fazit: Leute, redet miteinander!

König der Lüfte! Oder?

Juli 2015; Er wird im Volksmund als König der Lüfte bezeichnet: der Adler. Was aber, wenn es zwei gibt? Und dann noch große und kleine, sprich: See- und Fischadler) Dann werden sie sicher nicht das Spiel der Könige (Schach) spielen, um die Rangordnung bei Hofe zu klären, sondern es geht um Reviere.

So ist es immer mal wieder zu beobachten, daß ein Seeadler aus Richtung Steinhorn von den Winden in Richtung Ludorf getragen wird. Nun gibt es in Ludorf aber einen Fischadlerhorst, wo sich derzeit Jungvögel mental auf ihre ersten Flugversuche vorbereiten. Einen Seeadler kann man da wirklich nicht gebrauchen! Ergo steigt ein Altvogel auf und macht dem vermeintlichen König der Lüfte klar, was Verletzung des Luftraums bedeutet. Einige Windböen und Attacken später ist der Seeadler abgezogen und der Fischadler kehrt von der Lehrvorführung für den Nachwuchs siegreich auf seinen Horst zurück.

Größe ist eben nicht alles. Das wußten wir schon aus der Geschichte von David und Goliath. Die Adler müssen es immer wieder neu ausprobieren.